Sonntag, 29. Oktober 2017
Schmerzen
Heute morgen schmerzt die Trauer sehr. Nicht mächtig, heftig oder überwältigend. Eher aushöhlend, qualvoll, sterbend liegt ihr Herz da, kraftlos und traurig.

Vielleicht gibt er ihr noch eine letzte Gelegenheit. Zu der wird sie fragen: warum? Oder besser: warum nicht?
Vielleicht erhält sie den kurzen Moment aber auch nicht mehr.

Das Universum liegt vor ihr, endlos, grenzenlos, schutzlos.

Draußen rauscht der Wind laut und wild durch die gradlinig aufragenden Wächter des Waldes, er ruft nach ihr, ihre Ohren sind taub.

Edit: wenn sie ihre eigenen Worte so liest, erwacht die andere Seite in ihr.

Der Wind hat nachgelassen, getriebenen Wolkenfetzen lassen die Sonne durch, ihr glückliches Gemüt meldet sich zu Wort, nimmt sie bei der Hand und führt sie behutsam der Zukunft entgegen. Sie folgt, nur noch leicht geschwächt, erinnert sich an Freude, entscheidet sich ins Vorn.

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